Barranco Ruiz, Teneriffa

Durch den Barranco Ruíz nach San Juan de la Rambla und Las Aguas

Eine ausgedehnte Wanderung im Norden von Teneriffa

Der Barranco Ruíz ist eine bei Wanderern und Tagesausflüglern beliebte Schlucht nahe der Playa Soccorro außerhalb von Puerto de la Cruz.

Man erreicht die Schlucht leicht über die TF 5 in Richtung Icod de los Vinos. Aus Puerto de la Cruz kommend kann es etwas knifflig sein, links auf den gut ausgebauten Parkplatz abzubiegen. Behalten Sie den Verkehr im Auge und lassen Sie sich vom gelegentlichen Hupen genervter Verkehrsteilnehmer nicht beirren.

Der Parkplatz ist relativ groß, kann aber durchaus voll werden, wenn der dahinter liegende, sehr beliebte Grillplatz gut besucht ist. Das wiederum muss kein Nachteil sein, denn das hält Autoknacker fern. Schließen Sie Ihren Wagen ab und lassen Sie nichts darin liegen! Selbst eine Wasserflasche kann Grund genug für einen Einbruch sein, denn auch faule Kunden haben Durst.

Den Barranco hinauf

Wir beginnen die Wanderung an der Treppe, die die westliche Felswand hinauf führt. Schon bald lassen wir den Lärm der Autobahn hinter uns und steigen über mehr oder weniger gut ausgebaute Pfade (festes Schuhwerk ist empfehlenswert!) die Schlucht hinauf. Wir genießen den Blick in den Barranco und entdecken zahlreiche Grotten, entstanden aus Gasblasen, die einst in der Lava eingeschlossen waren, welche die Gesteinsschichten der Felswände bildete.

Der Aufstieg kann etwas schweisstreibend sein, es empfiehlt sich also ausreichend Wassser mitzunehmen Ein auffallend stark mit chromgelben Flechten bewachsener Felsbrocken (man sieht ihn sogar auf Google Maps!) signalisiert uns, dass wir oben angekommen sind. Auf einem Mäuerchen machen wir kurz Rast und wenden uns dann nach Norden (rechts). Entlang der Orilla de la Vera gehen wir ins Tal hinab.

Auf ein kühles Bier in die Finca San Juan

Nach etwa zwei Kilometern erreichen wir eine Abzweigung nach rechts in Richtung Küste. Einige hundert Meter weiter talabwärts befindet sich die Finca San Juan. Dieses Hotel Rural unter deutscher Leitung ist bei deutschsprachigen Urlaubern wie bei Einheimischen gleichermaßen beliebt. Es bietet ländliche Erholung in angenehm familiärer Atmosphäre, ein ungezwungen hohes Niveau und – Schlager-Fans aufgepasst – regelmäßige Parties mit Live-Auftritten eigens eingeflogener, deutscher Schlagersänger. Überhaupt ist das Hotel ein Hort deutscher Kultur; als wir am 11. November auf ein Bier und einen Imbiss einkehrten, gab es nach Vorbestellung erstklassige Martinsgans.

Nach kurzer Rast ging es weiter Richtung San Juan de la Rambla. Freundlich wurde uns eine Abkürzung am Hotel vorbei durch die Fincas gezeigt. Der Weg lohnt sich; er ist gut ausgebaut und bietet einen fantastischen Blick auf die Küste.

 

Zurück Richtung Las Aguas

Am nordöstlichen Ende des Ortes bogen wir Richtung Las Aguas ab. Der knapp zwei Kilometer lange Weg dorthin führt, entlang einer wenig befahrenen Straße, an mehreren Bananenfincas vorbei.

In Las Aguas war es Zeit, etwas zu essen. Am Ende der Calle Areucaria finden sich mehrere Restaurants unterschiedlicher Kategorie. Wie entschieden uns für das mit dem attraktivesten Blick aufs Meer (Restaurante El Sótano) und konnten für wenig Geld gut und inseltypisch essen. OK – die Chicharros waren arg kross, aber essbar.

Entlang des sich an den kleinen Platz am Meer anschließenden Sendero Las Aguas – La Rambla machten wir uns auf den Rückweg zum Auto. Der Weg lohnt sich und bietet eine spektakuläre Aussicht auf das Meer und die Küste. Am Ende des Weges befindet sich die kleine Ermita de la Virgen del Rosario, die leider geschlossen war, als wir vorbei kamen. Direkt am der Ermita führt eine kleine Treppe hinauf zur Calle el Rosario, der wir bis zum Parkplatz am Fuß des Barranco Ruíz folgen, wo wir eingangs geparkt hatten. Vorsicht beim Überqueren der Autobahn ( 😉 @Marion).


Diese Rundwanderung misst etwa acht Kilometer. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk, ausreichend Wasser und ggf. eine Kleinigkeit zu Essen mitzunehmen. Auch etwas Geld sowie ein aufgeladenes Handy sollte man dabei haben. Im Sommer unbedingt eine Kopfbedeckung, Sonnenmilch und ggf. langärmelige, luftige Kleidung mitnehmen! Je nach Wetterlage kann Regenkleidung nützlich werden.

Für kleine Kinder, Senioren und Ungeübte kann diese Wanderung sehr anstrengend werden.

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